Waffe © Antoine REQUISTON - Fotolia.com
Auf das Konto des rechtsextremistischen Attentäters Anders Behring Breivik gehen 77 Menschenleben. Im Juli vergangenen Jahres hatte im Regierungsviertel Oslos eine Autobombe gezündet und danach auf der Insel Utöya einen Amoklauf sondergleichen hingelgt, bei dem er überwiegend jugendliche Teilnehmer eines sizialdemokratischen Sommercamps hinrichtete. Er konnte gefasst werden und sitzt seitdem in Haft.
Seitdem macht er die Verhandlungen immer wieder zu seiner Bühne. Attestiert wurde ihm mit einem psychologischen Gutachten paranoide Schizophrenie, weswegen er als unzurechnungsfähig gilt. Das eürde heißen, dass er nach seiner Verurteilung nicht ins Gefängnis, sondern in eine psychiatrische Einrichtung kommt. Durch seine Auftritte im Gericht wird immer wieder deutlich, wie verrückt die Weltsicht des selbsternannten Retters des Abendlandes tatsächlich ist. In seinen Auftritten beteuert er seine Unschuld, seine Tat nannte er ‘vorbeugende Anschläge gegen Staatsverräter. Kürzlich sagte er, dass er seine Inhaftierung nicht akzeptiere und seine sofortige Freilassung fordere. Anwesend bei dieser Forderung waren Überlebende und Angehörige von Opfern, die bei dieser Aussage in Gelächter ausbrachen, ein gesunder Umgang mit Menschen, der ihnen so viel Schrecken und Leid angetan hat.
Seit Prozessbeginn hat Breivik immer wieder dadurch schockiert, dass er an die völlige Richtigheit seines Handelns glaubt. Seinem Amoklauf zuvor gegangen war ein tausende Seiten starkes Pamphlet, was er im Internet veröffentlicht hatte. Darin warnt er vor Überfremdung, Rassenmischung und dem Untergang der westlichen Kultur. Seine rechtsextremistische Weltanschauung, die zu dem blutigen Amoklauf geführt hat, kann dort in all ihrem Wahnsinn nachgelesen werden. Dieselbe wird aber auch in jedem Auftritt von ihm deutlich. Bei seiner letzten öffentlichen Anhörung hob er zur Begrüßung die Arme zum Hitlergruß, und die vorsitzende Richterin kategorisierte er als jemand, ‘die von denen ihr Mandat erhalten habe, die den Multikulturalismus unterstützen. Der Schuldspruch wird im April gesprochen werden.






