Occupy Wall Street wird zum globalen Phänomen

Als lächelnde Schnurbartträger, so zeigen sich die Demonstranten der Occupy-Bewegungauf sämtlichen Straßen der Welt. Die Maske von Guy Fawkes wurde mittlerweile zum Symbol des Prostestes, sowohl in Amerika als auch in Europa. Dieser britische Offizier beabsichtigte im November des Jahres 1605, das britische Parlament in die Luft zu sprengen und spätestens seit einem Kinofilm, als ein anonymer Einzelkämpfer das grinsende Gesicht Fawkes´ trug, ist es für jegliche Gemütslagen dieser Art bekannt.

Der Trend des maskierten Demonstrierens ist schon vor einiger Zeit auch nach Deutschland herüber geschwappt. So sah man die Masken bereits im Jahr 2009, als man sich gegen die Netzsperrungen der damaligen Familien- und Innenministerin zu wehren versuchte. Auch gegen Stuttgart-21 zeigte man bereits “lächelnd” seinen Protest, wie auch bei Anti-Scientology-Demonstrationen.

Was genau all die Protestierenden verfechten, darüber scheint man sich noch nicht ganz einig zu sein. Genau das nutzen Kritiker, als Anhaltspunkt, die sich wahlweise über die gößeren und kleineren Gruppierungen lustig machen und dabei selbst konstruktive Kritik fordern. Doch offentsichtlich ist es genauso möglich und nötig, auch ohne ausgearbeitetes Konzept auf die Straßen zu gehen. Auch in Amerika nehmen die Ungleichheiten unter den Bürgern erheblich zu und auch in der Politik steht kein Hoffnungsträger für die Enttäuschten mehr bereit. Wenn es auch scheint, als dürfte unter solchen Demonstrationen ruhig jeder etwas anderes, mitunter auch widersprüchliches, auf seinen Plakaten fordern, geht es doch um das Zeichen, das hier gesetzt wird. Unzufriedene oder gar wütende Bürger finden sich zusammen, um ihren Gemütszustand laut zu machen. Eine renommierte amerikanische Zeitung formulierte das Geschehen treffend und äußerte sich mit den Worten “der Protest ist die Botschaft”.

Quelle: Flickr/wheelzwheeler

Quelle: Flickr/wheelzwheeler

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