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Rettung für den Euro

Written by Ricardo in Finanzkrise

Um den Euro zu retten, hat sich der Euro-Gipfel für die Ausweitung des Rettungsfonds entschieden. Das Not-Programm für Griechenland wird von 2012 bis 2014 zusätzliche 109 Milliarden Euro zu den bereits angesetzten 110 Milliarden Euro enthalten. Auch werden die Zinsen der Kredite gesenkt und die Laufzeiten der Kredit von 7,5 auf 15 Jahre verlängert. D.h.  künftig zahlt Griechenland nur 3,5 Prozent Zinsen.

Auch Banken und Fonds sind erstmals beteiligt. Insgesamt beteiligt sich der Privatsektor in Höhe von 106 Milliarden Euro. Diese Berechnung gilt für die Jahre 2011-2020. Denn bis 2014 allein werden schon 37 Milliarden investiert.

Die Gesamtverschuldung Griechenlands wird nur begrenzt gelindert. Bis 2020 soll das Land vom Finanzmarkt genommen werden, und damit die Belastung durch Schulden Griechenlands erträglicher gemacht werden.

Den Banken, Versicherungen und andere Besitzer wurde angeboten deren Anleihen entweder umzutauschen oder zurückzugeben. Der EU-Gipfel hat dafür drei Modelle vorgesehen. Zum einen können die Innhaber der neuen Anleihen diese in eine Anleihe mit geringen Zinsen und einer Laufzeit bis zu 30 Jahren umtauschen. Dabei bleibt der Nennwert gleich. Bei dem zweiten Modell ist der Nennwert der neuen Anleihen niedriger als bei den alten. Das soll durch höhere Zinsen ausgeglichen werden. Die Laufzeit bleibt gleich bei 30 Jahren. Das dritte Modell beläuft sich auf 15 Jahre.

Man rechnet damit, dass bis 2020 90 Prozent der Anleihen zurückgegeben oder umgetauscht werden. Bis 2020 werden Papiere in Werthöhe von 150 Milliarden fällig.

Was die Sicherheit angeht, soll diese durch einen neuen Fond geschaffen werden. Dieser Fond wird die Anleihen absichern und garantieren, dass nach 30 Jahren alles voll ausgezahlt wird. Dieses Versprechen läuft über die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), d.h. von den Steuerzahlern in Euroland garantiert.

Die EFSF wird zukünftig wahrschienlich in den Markt auf Vorschlag der Europäischen Zentralbank (EZB) eingreifen können. Auch wird es möglich sein, dass die EFSF Geld an die EUro-Staaten für die Rekapitalisierung von den Banken verleiht.

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Indiens neuer Reichtum

Written by Ricardo in International
Indiens neuer Reichtum

Das aufstrebende Indien hat mit dem Fund eines riesigen Uranvorkommens in der Region Tummalapalle im Bundesstaat Andhra Pradesh einen weiteren Mosaikstein für sein Vorhaben eine der führenden Wirtschaftsmächte der Erde zu werden, hinzugewonnen. Der Sensationsfund belaufe sich aus 49.000 Tonnen des wertvollen Urans, das unentbehrlich für die Betreibung von Atomkraftwerken ist, so der Chef der indischen Atomenergie-Behörde Srikumar Banerjee. Andere Quellen sprechen sogar von 150.000 Tonnen und somit dem größten Uranvorkommen der Erde.

Bislang importierte Indien das Uran für sein ehrgeiziges Atomprogramm aus Frankreich und Kasachstan, der jüngste Fund wäre ein bedeutender Schritt in Richtung einer Energieautarkie des zweitbevölkerungsreichsten Lands der Erde. Dass Indien sich künftig ausschließlich selbst mit Energie versorgen könnte gilt jedoch als utopisch. Beim prognostiziertem Wirtschaftswachstum von 9 Prozent müsse die Stromproduktion jährlich um 10 Prozent steigen, erklärt Banerjee in der Tageszeitung “The Hindu“. Selbst nach dem Sensationsfund müsse man also immer noch Uran importieren.

Auch ohne die Ausbeutung des Urans von Tumamalapalle ruf das indische Atomprogramm Umweltschützer und Atomkritiker aus aller Welt auf den Plan. Vor allem das sich im Bau befindliche, künftig leistungsstärkste Atomkraftwerk der Welt in einer erdbebengefährdeten Region südlich von Mumbai sorgt für tiefe Sorgenfalten auf den Stirnen der AKW Gegner. Schon jetzt gehört Indien zu den sechs größten Atommächten der Welt und plant seinen Atomstrom Kapazitäten von derzeit 5.000 Megawatt bis 2020 auf 20.000 Megawatt auszubauen. Dabei wird das jetzt gefundene Uran natürlich eine Schlüsselrolle spielen.

Mahnendes Beispiel sollte den Indern der Niger sein. Das Land besitzt die höchsten Uranvorkommen der Erde, kann daraus aber kein Kapitalschlagen. Statt finanziellem Wohlstand und Stabilität beschert der Export des Urans nach Europa dem afrikanischen Land fast ausschließlich die radioaktive Verseuchung des Grundwassers.

Indien / betta design