Das Expansionstempo in der Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal nun vermindert. Das zeigt sich vor allem in der Industrie. Der Aufschwung wird laut Finanzministerium wieder deutlich langsamer und die anfängliche Euphorie nimmt ab.
Die Frühindikatoren zeigen, dass auch im Laufe des Jahres mit einem Wachstumspfad zu rechnen ist, der eher eintönig bleibt und deckt sich mit Prognosen von Banken-Volkswirten. Für das zweite Quartal wurde so ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent angekündigt.
Die Bauwirtschaft hatte die Ende des letzten Jahres durch Schnee und Frost liegen gebliebenen Arbeiten nachzuholen, was schneller als erwartet durchgeführt werden konnte. Deshalb war noch zu Beginn des Jahres das Wachstum dreimal so hoch. Bis Ende 2010 soll sich das Quartalswachstum Experten zufolge zwischen 0,4 und 0,6 Prozent bewegen.
Ebenfalls eher bergab gehend, sehen Unternehmer die Lage. Das zeigt der auf 112,9 Punkte gesunkene ifo-Index, der auf Einschätzungen von 7000 Unternehmen beruht. Im Juni betrug dieser Wert noch 114,5 Punkte. Ökonomen jedoch, hatten nicht mit einem solch starken Rückgang gerechnet.
Ifo-Chef Werner Sinn sieht die Lage dennoch nicht als schwache Phase der Wirtschaft und spricht weiter von einem Sommerhoch.
Doch vertraut man auf Finanzexperten sehen die Konjunkturaussichten so schlecht aus wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das ZEW-Konjunkturbarometer des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, fiel ebenfalls von -9,0 auf -15,1 Punkte.
Gründe dafür seien die derzeitigen Schuldenkrisen. Zukünftig besteht die Frage, wie lange die Konjunktur noch ihre derzeitige Form erhalten können wird.

Euro / Davide "Dodo" Oliva
