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Die Lage in Syrien

Written by Ricardo in Proteste
Die Lage in Syrien

Der Widerstand der Opposition in Syrien konnte nicht gebrochen werden. Landesweit wurden neue Demonstrationen von Regierungskritikern durchgeführt.

Hunderte Menschen versammelten sich zum Protest in Orten wie Amuda, Derbassje und Ras el Ain im Norden, die zu großen Teilen von Kurden bewohnt sind.

Die Sicherheitskräfte unter Präsident Baschar al-Assad verriegelten schon im Voraus die Stadt Homs und Teile von Damaskus. Die Proteste sollen notfalls mit Gewalt vom Militär beendet werden. Das konnte dennoch nicht verhindern, dass hunderte Menschen erschienen, um ihrem Missfallen gegenüber der Regierung Luft zu machen. Über Internet-Foren wie Facebook riefen Aktivisten dazu auf. Die Bewohner der Stadt Homs und die Toten des Widerstands sollen dabei geehrt werden.

Immer noch ist das Leben in der Stadt von Übergriffen gezeichnet. Streitkräfte sollen ein Wohnviertel beschossen haben. Von Aktivisten ins Internet gestellte Videos zeigen ein brennendes Haus, das von einer Panzergranate getroffen wurde. Da es unabhängigen Journalisten derzeit jedoch untersagt ist, aus Syrien zu berichten, konnte der Wahrheitsgehalt der Videos aber noch nicht überprüft werden.

Aussagen zufolge seien Soldaten in Häuser eingedrungen sein, um Menschen festzunehmen und viele Stadtteile Holms seien leer. Das Militär soll Panzer aufgestellt haben und der Zugang zu mehreren Wohnvierteln sei versperrt. Krankenhäuser rufen zu Blutspenden auf und Anwohner berichten über Verletzte sowie Tote.

Vom Auswertigen Amt in Berlin wird das Verhalten der syrischen Führung kritisiert. Man sei besorgt über die dort anhaltende Gewalt und die Belagerung Horms. Völkerrechtlich dazu verpflichtet, müsse sich das Regime in Syrien nun endlich an Menschen- und Bürgerrechte halten.

Durch Soldaten und regierungstreuen Milizen sowie bei Zusammenstößen von Gegnern und Anhängern der Regierung kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen innerhalb weniger Tage 50 Menschen getötet worden sein sollen. UN-Generalsektretär Ban Ki Moon forderte bereits, die ausgeübte Gewalt gegen Demonstranten durch die Regierung einzustellen.

Mehr als 1400 Zivilisten sollen seit Beginn der Proteste gegen den syrischen Präsidenten bereits ums Leben gekommen sein. Große Zahlen von Syrern wurden festgenommen, andere flohen in die Türkei oder in den Libanon.

Proteste für Syrien / gwenflickr

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Indiens neuer Reichtum

Written by Ricardo in International
Indiens neuer Reichtum

Das aufstrebende Indien hat mit dem Fund eines riesigen Uranvorkommens in der Region Tummalapalle im Bundesstaat Andhra Pradesh einen weiteren Mosaikstein für sein Vorhaben eine der führenden Wirtschaftsmächte der Erde zu werden, hinzugewonnen. Der Sensationsfund belaufe sich aus 49.000 Tonnen des wertvollen Urans, das unentbehrlich für die Betreibung von Atomkraftwerken ist, so der Chef der indischen Atomenergie-Behörde Srikumar Banerjee. Andere Quellen sprechen sogar von 150.000 Tonnen und somit dem größten Uranvorkommen der Erde.

Bislang importierte Indien das Uran für sein ehrgeiziges Atomprogramm aus Frankreich und Kasachstan, der jüngste Fund wäre ein bedeutender Schritt in Richtung einer Energieautarkie des zweitbevölkerungsreichsten Lands der Erde. Dass Indien sich künftig ausschließlich selbst mit Energie versorgen könnte gilt jedoch als utopisch. Beim prognostiziertem Wirtschaftswachstum von 9 Prozent müsse die Stromproduktion jährlich um 10 Prozent steigen, erklärt Banerjee in der Tageszeitung “The Hindu“. Selbst nach dem Sensationsfund müsse man also immer noch Uran importieren.

Auch ohne die Ausbeutung des Urans von Tumamalapalle ruf das indische Atomprogramm Umweltschützer und Atomkritiker aus aller Welt auf den Plan. Vor allem das sich im Bau befindliche, künftig leistungsstärkste Atomkraftwerk der Welt in einer erdbebengefährdeten Region südlich von Mumbai sorgt für tiefe Sorgenfalten auf den Stirnen der AKW Gegner. Schon jetzt gehört Indien zu den sechs größten Atommächten der Welt und plant seinen Atomstrom Kapazitäten von derzeit 5.000 Megawatt bis 2020 auf 20.000 Megawatt auszubauen. Dabei wird das jetzt gefundene Uran natürlich eine Schlüsselrolle spielen.

Mahnendes Beispiel sollte den Indern der Niger sein. Das Land besitzt die höchsten Uranvorkommen der Erde, kann daraus aber kein Kapitalschlagen. Statt finanziellem Wohlstand und Stabilität beschert der Export des Urans nach Europa dem afrikanischen Land fast ausschließlich die radioaktive Verseuchung des Grundwassers.

Indien / betta design